Brände von EQA und EQB mit dem 70,5 kWh Akku (Pouch-Zellen von Farasis): Rückrufe

  • hgo

    zu deinen Fragen:

    1. das komplette Batteriepaket ist unterflur am Fahrzeugboden verbaut,wird mit einer Art Hubwagen ausgebaut und anschließend das neue genauso wieder eingebaut.

    2. ja, es ist technisch anspruchsvoll, da auch das Personal dementsprechend geschult sein muss, was HV-Technik angeht.

    3. es sollte jeder größere MB-Händler können, wenn nicht, kann er den Stern von seinem Gebäude demontieren.

    4. Klar kann bei solch einer komplexen Reparatur immer was schief gehen.

    5. es ist lediglich der HV - Speicher neu, ähnlich wie bei einem Verbrenner ein Tauschmotor.

    6.Garantie gibt es nur für etwas, für was du auch bezahlst, es gibt keine Garantie auf eine Garantiearbeit (was es in dem Fall ist).

    7.mehr als Durchschlag des Reparaturauftrags ist nicht verpflichtend.

    8. bei der Abgabe beim Händler schaut sich der Serviceberater im Regelfall das Fahrzeug auf augenscheinliche Beschädigungen an, mehr nicht, was willst du begutachten lassen ?

  • Ich dachte, wenn jetzt ein neuer Akku ins Auto kommt, bekommen die Betroffenen auch wieder neue 8 Jahre Garantie auf die HV Batterie.

    Trifft das nicht zu ?

    EQA 250, EZ 09/2023, polarweiß, Panorama Schiebedach, AHK, Fahrerassistenzpaket, Spiegelpaket, Licht- und Sichtpaket etc.

  • Da Garantie eine freiwillige Leistung des Hersteller ist, diktiert er auch die Bedingungen. Ich denke die ursprüngliche Garantiebedingungen werden nicht geändert. Da müsste man jetzt in den Wortlaut schauen, ich denke das steht sowas wie 8 Jahr / 160.000km gilt ab Erstzulassung. Ansonsten müsstest du neue Bedingungen bekommen.

  • Moin. Erinnert Ihr Euch, was ich anfangs dazu schrieb? Nun. Es kam so ☺️. Ein neuer Akku. Alles andere wäre Mercedes Benz‘ unwürdig gewesen.


    Punkt.

    Bist du wirklich der Meinung das bisherige Vorgehen von MB, täuschen, tarnen und vernebeln ist eines Weltkonzern würdig?

    Meiner persönlichen Meinung nach hat die Risikobewertung ergeben, dass die bevorzugte Methode (Softwaredowngread) in den USA nicht zielführend ist, da dort die Gefahr einer Sammelklage droht. Die Brandgefahr wurde ja nicht wirklich beseitigt und ein Brand mit Personenschaden ist dort ein extrem hohes finanzielles Risiko. Da die Angelegenheit mittlerweile auch in Deutschland viral gegangen ist wäre ein unterschiedliches Vorgehen, auch anhand der eingereichten Klagen, schwer vermittelbar gewesen.

  • Dem ersten Teil stimme ich zu, dem zweiten Teil nicht. Ich habe am Beitrag wenig auszusetzen und habe mich darüber gefreut. Er wäre vielleicht auch noch wichtig geworden, wenn Mercedes nicht eingelenkt hätte. Allen kann man es wohl nie recht machen.

    Ich war auch sehr froh über den Beitrag. In so einer Situation ist jede Hilfe Willkommen und im Internetzeitalter verbreiten sich solche Beiträge nicht nur im eigentlichen Medium. Bei Mercedes wurde er sicherlich zur Kenntnis genommen. Steter Tropfen…

    Von mir auch noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an den Verfasser!

  • Bist du wirklich der Meinung das bisherige Vorgehen von MB, täuschen, tarnen und vernebeln ist eines Weltkonzern würdig?

    Meiner persönlichen Meinung nach hat die Risikobewertung ergeben, dass die bevorzugte Methode (Softwaredowngread) in den USA nicht zielführend ist, da dort die Gefahr einer Sammelklage droht. Die Brandgefahr wurde ja nicht wirklich beseitigt und ein Brand mit Personenschaden ist dort ein extrem hohes finanzielles Risiko. Da die Angelegenheit mittlerweile auch in Deutschland viral gegangen ist wäre ein unterschiedliches Vorgehen, auch anhand der eingereichten Klagen, schwer vermittelbar gewesen.

    sorry, das hat aber alles nichts mit Sammelklage oder sonst was zu tun. Sondern hier ist einfach ein Risiko neu bewertet worden aufgrund von Ereignissen: Es sind im November zwei Fahrzeuge abgebrannt, die das Update hatten. (wie gesagt, die NHTSA dokumentiert deutlich transparenter, als wir das hier in Europa gewöhnt sind, lest euch einfach die Chronologie des Vorfalls in dem schon zuvor verlinken Report durch, sehr aufschlussreich!)

    Wenn so etwas passiert, dann ist das untrügliche Zeichen, dass die Abstellmaßnahme nicht wirkungsvoll ist. Dann muss die komplette Situation neu bewertet werden.


    Aber was vorher passiert ist, nämlich alle drei Behörden im Prinzip an der Nase rum zu führen und denen die Software Lösung unterzuschieben, das ist erbärmlich.


    Meine persönliche Verschwörungstheorie ist ja, dass sie mit der Bekanntgabe so lang gewartet haben, bis die Gewinnwarnung letzte Woche veröffentlicht wurde. Der Spaß wird den Konzern gute 200 Millionen kosten, wenn man mal das Batterie Pack mit ungefähr 5000 € als Einkaufspreis ansetzt. Die genannten 25.000 ist der After Sales Preis. Meine Erfahrung nach liegt ungefähr ein Faktor 5-6 zwischen After Sales Preis und Einkaufspreis.

  • Ungeachtet meiner Vorsicht bezüglich "was schreibt uns denn MB dann wirklich" würde mich interessieren, ob hier jemand etwas zum Batteriewechsel an sich berichten kann.

    1. wie geht das konkret, handwerklich, technisch ?
    2. ist das kompliziert und anspruchsvoll ?
    3. sollte das jede ordentliche MB Werkstatt können, oder was müssen die nachweisen um in Frage zu kommen ?
    4. was kann dabei schief gehen ?
    5. ist das Auto in dem Teil Batterie+Schnittstellen (elektrisch+mechanisch) zum restlichen Fahrzeug wirklich "wie neu" ?
    6. welche Gewährleistung für die Batterie ist zu erwarten ?
    7. welche Dokumente zur neuen Batterie sollten wir verlangen ?
    8. sollte man das Auto vor der Abgabe an die Werkstatt/MB begutachten lassen ?
    9. was habe ich hier noch übersehen ?

    Ich habe in diesem Forum wirklich viel gelernt, erneut DANKE an die "Zuständigen".

    Ganz toll wäre es, wenn sich jetzt auch für die genannten Fragen Kundige finden würden.


    Grüße aus dem Norden.

    gute Fragen!

    6.Garantie gibt es nur für etwas, für was du auch bezahlst, es gibt keine Garantie auf eine Garantiearbeit (was es in dem Fall ist).

    Hier bin ich gespannt wie mercedes das macht.

    Selbst wenn die Garantie nicht erneut neue 160.000 km oder 8 weitere Jahre gibt auf die batterie.

    eine neue Batterie sollte helfen dass das auto länger gefahren werden kann.

    Unsere beiden EQA 250+ die noch vor Gericht im März und April landen haben 120.000 km und 105.000 km.

    Da ist ein frischer Akku schon gut. Aber wir wissen natürlich noch nicht wie es weiter geht. Also mit Gerichtstermin absagen/statt finden lassen.


    Ob nun trotzdem gewandelt wird oder der Batteriertausch nun ausreichend ist. Vor allem wenn nut Batterietausch, was ist mit den aufgelaufenden Anwaltskosten.

    Viele Fragen die es hier noch zu klären gibt