Beiträge von Vostro

    Ich würde mich über eine schnellere Wiederherstellung der Fahrzeugeigenschaften freuen, aber gehe eher von der Timeline wie im letzten NHTSA Dokument:

    • Planned Dealer Notification Date: Feb 13, 2026 🟢
    • Planned Interim Owner Notification Date: Feb 27, 2026 🟡
    • Planned Remedy Owner Notification Date: Apr 03, 2026 🟡

    Also ein Reparaturtermin frühestens ab Mitte Q2/2026.

    Die Entschädigung für die Zeit (ab mindestens Feb '25 - vorheriger Rückruf) bis zur Reparatur gehört m.M.n. durch Rechtsanwälte entsprechend behandelt. Bitte haltet uns auf dem Laufenden über die Gerichtstermine und deren Ausgang. Danke!

    Wie ein paar andere Betroffene, hatte ich heute auch an einem wegen Terminkonflikts separat aufgezeichneten TV-Interview zum Rückruf teilgenommen. Der Beitrag soll voraussichtlich am 27. Januar um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt werden.


    Zu den Einzelheiten des Interviews kann ich nichts sagen, ich hatte jedoch stets eine positive Atmosphäre im Studio am anderen Ende des Zoom-Calls wahrgenommen und hatte ein gutes Gefühl beim Gespräch.


    Ich habe dort meine persönlichen Erfahrungen als betroffener Fahrer geschildert: Insbesondere zu den Auswirkungen des Software-Updates auf Ladezeiten, Reichweite und das subjektive Sicherheitsgefühl im Alltag, sowie meine Wahrnehmung dessen, wie Mercedes mit Betroffenen umgeht.


    Der SWR-Journalist hat mir gegenüber außerdem erwähnt, dass im Rahmen des Beitrags auch weitere Perspektiven einbezogen werden, u. a. von spezialisierten Rechtsanwälten, wissenschaftlichen Experten sowie eine Stellungnahme von Mercedes-Benz.


    Wichtig zur Einordnung:
    👉 Ich selbst habe bislang keine Klage eingereicht, sondern beobachte die weitere rechtliche Entwicklung und sammle derzeit Erfahrungen und Informationen. Durch Beschwerde beim Autohaus habe ich jedoch die einjährige Reklamationsfrist noch rechtzeitig aufgehoben und bewerte die juristische Lage.

    Hat jemand von euch bzw. die von euch beauftragte Rechtsanwälte oder Kanzleien irgendwelche Unterlagen, die die Vorgeschichte zum Rückruf beleuchten. Ich habe hierzu folgendes Dokument auf der Seite von NHTSA (amerikanisches Äquivalent zum deutschen KBA):

    https://static.nhtsa.gov/odi/rcl/2025/RCLRPT-25V050-9662.PDF


    Gegenstand:

    • Hochvoltbatterie EB330 (identisch mit der Batterie eines EQA 250+ aus 2021-2024) in Modellen EQB 250/300/350 mit erhöhtem Brandrisiko – Feuergefahr kann nicht ausgeschlossen werden.
    • "Estimated percentage with defect: 100%"


    Chronologie laut MB selbst:

    • ab 2023: erste Brandfälle außerhalb der USA,
    • ab Juni 2024: Analyse mit chinesischen Behörden und dem Zelllieferanten Farasis Energy,
    • Okt–Nov 2024: lokale Inspektionen in China,
    • Jan 2025: MB prüft, ob das Problem global auftreten kann,
    • 24. Jan 2025: Entscheidung für weltweite Rückrufaktion.
    • → Damit steht fest: Mercedes wusste spätestens Mitte 2024, dass die EB330-Batterie ein Sicherheitsrisiko birgt, lange bevor deutsche Kunden im Februar 2025 erstmals informiert wurden.


    Zeitliche Diskrepanz:

    • MB führte interne Untersuchungen Monate vor der deutschen Rückruf-Information.
      → Das kann als zurückgehaltene sicherheitsrelevante Information gewertet werden.


    MB sagt: „no specific root cause was found … cannot rule out possibility elsewhere“

    • Der Software-Eingriff beseitigt das Problem nicht,
    • das Brandrestrisiko bleibt bestehen,
    • also ist das Fahrzeug nicht frei von Sachmängeln (§ 434 BGB).


    Kennt ihr ggf. andere Quellen/Berichte/Statements aus vor Februar 2025?

    Das Schreiben aus Februar ist lediglich vorab Info mit dem Hinweis, dass man an einer Lösung (Software-Update) arbeite. Ohne Hinweise auf Einfluß auf Batteriekapazität, Ladedauer oder Brandrisikoeliminierung oder eben nur Mitigierung.


    Das Schreiben aus April ist - denke ich - hier spannender aber korrigiertmich gerne. Hier Link zum Post #103: