Beiträge von E300TD

    Dank der hier veröffentlichten Beiträge vieler Betroffener, insbesondere derer, die vor Gericht ziehen konnten, bin ich recht schnell zu der Überzeugung gekommen, dass MB auf Zeit spielt. In den Medien wird immer wieder von 1 Mrd. Euro für den Akkutausch gesprochen. Da hat der Vorstand garantiert gesagt, dass eher die Hölle einfriert als dass die hier groß tätig werden. Die letzten Beiträge bezüglich der geplanten 3 Jahre bestätigen das. Ich denke, die sammeln die ganzen Leasingwagen ein und schicken die in die Presse. Wer gekauft hat ist maximal geschädigt aber das ist MB egal. Den Vertrieb sind sie eh los. Kein Risiko mehr mit den unverkauften Fahrzeugen auf dem Hof. Sie werden sich in den Produktionskapazitäten verkleinern und wenn die Krise (und wohl noch ganz anderes) hier erstmal richtig einschlägt sind wir eh kein wichtiger Markt mehr.Das wissen die Manager und außerdem zählt seit Jahrzehnten nur das jeweilige Quartalsergebnis. Wenn wir diese für jeden von uns wirtschaftliche Katastrophe mal ins große Ganze einordnen ergibt sich das passende Bild. Politische Äußerungen gehören hier nicht hin, aber wer sich informiert, sieht wohin die Reise geht. Da spielt das jetzt keine Rolle mehr, ob einige tausend Kunden unzufrieden sind. Und dass Gerichtstermine immer wieder verschoben werden passt auch ins Bild. Ich ärgere mich nur noch über mich selbst, kein Auto geleast sondern diese dusselige 3-Wege-Finanzierung abgeschlossen zu haben. Hab mich von dem vermeintlichen super Angebot für den Jahreswagen blenden lassen. Super ausgestattet mit NP 67 k und angeboten für 41 k mit 9000 km hat mich vor 2 Jahren schwach werden lassen. Aber wir haben halt keine Glaskugel. Ach und Ethik bei Konzernmanagern? Drollig, wer sowas noch glaubt. Ich gehe oft in die Natur und suche so oft und soviel Abstand wie möglich zu diesem ganzen täglichen Irrsinn, denn sonst macht das den Geist krank.

    Die Reise geht dorthin, wo es der mündige Bürger in einer Demokratie möchte. Und „wer sich informiert“ (?). Wo denn deiner Meinung nach? Interessiert mich sehr.

    Das ist es ja, was viele nicht verstehen: die zusätzlichen Kosten für Benzin und Diesel sind absolut überschaubar. Sie sind nur immer präsent: als Anzeigen an den Tankstellen. Und deswegen regt sich auch jeder sofort darüber auf. Dass die Kosten für das Laden an Ladesäulen noch irrer sind, als die Benzin- und Dieselpreise, fällt meist hinten runter.


    Elektroautos werden, da irgendwann die Energiesteuereinnahmen wegbrechen, in anderer Form belastet werden. Beispielsweise so wie in Island: mit 2 Cent/km. Wobei die Isländer so ehrlich waren, ALLE Antriebsarten zahlen zu lassen und im Gegenzug die Steuern auf Kraftstoff und Strom zu reduzieren. Das wird in Deutschland niemals passieren.


    Der Tankrabatt und „Deckel“ sind falsch. Den zahlen ohnehin am Ende alle über gestiegene andere Steuern. Linke Tasche. Rechte Tasche. Also Quatsch.


    Auch Elektroautos produzieren Feinstaub (siehe Euro7). Dass die Wartung im Vergleich zu einem Verbrenner fast „umsonst“ ist, erfahren wir tagtäglich als Märchen. Da muss dann statt des Motoröls unbedingt alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit gewechselt werden oder die Kühlflüssigkeit der Batterie. Die Industrie ist nicht blöd.


    Ich werde nach Ablauf der Garantie auch keine Wartung mehr bei Mercedes Benz durchführen lassen. Nicht, weil ich es nicht bezahlen kann, sondern, weil ich es nicht bezahlen WILL. Ebenso wenig wie den Service B7 an meinem S212 bei 132.000 km für 2.100 €. Nein. Definitiv nicht. Nein.


    Dass ein Kilometer bei einem Wagen der gehobenen Mittelklasse mindestens 60-80 Cent kostet, wollen die Wenigsten wahrhaben. Das liegt daran, dass die Kosten sehr segmentiert und zeitlich verteilt anfallen und sich trotzdem auf einen hohen Betrag im Jahr summieren.


    Ich habe es bei der aktuellen politischen Diskussion allerdings aufgegeben, gegenüber irgendwelchen Spinnern ganz links und rechts am Rand logisch zu argumentieren. Das ist vergeblich. Diese Menschen wollen nicht mehr erreicht werden.


    Ein Elektroauto macht Spaß. Ja. Kann sich nicht jeder leisten. Auch richtig. Ich fahre allerdings auch gern meine Oldtimer. Eine Runde mit der Giulia und das Grinsen im Gesicht ist riesig. Beim EQA hatte ich das noch nie. Da freue ich mich nur, dass ich die Verbrenner nicht für eine Kurzstrecke anwerfen muss.


    Und ein moderner Diesel ist absurd sparsam. Der aktuelle S206 200d, welchen ich als Firmenwagen fahre, liegt im Mittel bei etwa 4 Litern auf 100 km. Mildhybrid. Und immerhin irgendwas um 180 PS und 380 Nm. Mittlerweile sind die so gut gedämmt, dass man den Motor kaum noch hört. Und das heißt beim 200d viel 😁.


    Trotzdem kostet mich der Wagen 380 € netto im Monat. Ein GLA EQ 350 4matic würde mich 80 € netto im Monat kosten. Trotzdem sind 380 € im Monat ein Witz gegen die Kosten für einen eigenen PKW. Es ist alles enthalten. Inklusive Winterreifen. Der S212 350 BlueTec 4matic hängt frisch gewaschen und gewartet an der Erhaltung. Trotzdem ist ein 3 Liter V6 oder R6 Diesel um Einiges flinker als ein 2 Liter Vierzylinder Diesel mit 48V System und E-Motor.


    Die Belastung für Elektroautos wird kommen. Ich sehe es für etwa 2035 voraus. Dann werden die Einnahmen der „Mineralölsteuer“ (die es seit 2006 nicht mehr gibt) so weit gemindert sein, dass Fahrer von BEV zur Kasse gebeten werden. Und das geht bei PV und Laden zu Hause dann eben nur über eine kilometerabhängige Leistung. Uns sei es über die Telemetrie der Fahrzeuge. Es WIRD kommen. Ganz sicher.