Thorz : Ich betrachte diesen Sachverhalt als Jurist mit einer vor dem Studium absolvierten naturwissenschaftlichen Ausbildung. Ich halte mich an Fakten und Kausalitäten. Nicht an Korrelationen und anekdotische Evidenz.
Die juristische Argumentation von Mercedes Benz ist kaufrechtlich mehr als fragwürdig. Ohne Rechtsschutzversicherung hat der Kunde keine Chance gegen Mercedes Benz. Und auch das ist ein Skandal.
Der Umgang von Mercedes Benz mit seinen Kunden ist absurd schlecht und fügt der Marke einen großen Schaden zu. Mercedes Benz hätte im Wege des Regresses Farasis für die fehlerhaften Batterien haften lassen können. Das wurde unterlassen und der Kunde steht mit einem Fahrzeug da, was im schlimmsten Fall hohen Wertverlust aufweist oder unverkäuflich wird.
Dass sich Mercedes Benz ausgerechnet an Volkswagen ein Beispiel genommen hat, ist lächerlich. Volkswagen hat seit 2015 über 33 Milliarden Euro verbrannt, weil sie betrogen haben (EA189). Raten Sie mal, wo der Löwenanteil des Geldes gelandet ist: richtig, in den Vereinigten Staaten. Europäische Kunden mussten erst mühsam klagen. Oder haben es gelassen und den Wagen mit Abschlägen verkauft.
Mercedes Benz stand einmal für Qualität. Heute ist das anders geworden. Verantwortung wird mit juristischer Rabulistik abgelehnt und der Kunde steht dumm da.
Ein PR Super-GAU, welcher Mercedes Benz mehr kosten wird, als ein paar zu tauschende Batterien gekostet hätten. Ich hätte eine solch dumme Instinktlosigkeit nicht von Mercedes Benz erwartet. Da war die Beratung inhouse leider Müll.