Beiträge von E300TD

    Falls es jemanden interessiert, mittlerweile hat die MB-Niederlassung den Fehler gefunden: Die Interlockleitung war gestört, weil ein Stecker wegkorrodiert war (Das Auto ist 2,5 Jahre alt). Die Interlockleitung ist Teil eines Sicherheitsmechanismus, damit wird detektiert, ob alle Hochspannungssteckverbindungen gesteckt und verriegelt sind. Da fliesst ein kleiner Strom drin und wenn der unterbrochen wird, weil zb ein stecker gezogen ist, dann wird die HV-Batterie vom System genommen. Der verottete Stecker ist an der Kühlmittelpumpe und die wird getauscht. Ich will nicht wissen was das kostet. Allein für die Fehlersuche haben die sich eine Kostenfreigabe von ca 10% des Fzg-Restwert geholt und der Spass dauert bisher zwei Wochen. Und natürlich greift keine Garantie.

    Mercedes Benz. Das Beste oder Nichts. Nicht.

    Und wo laden die Leute, die „Elektromobilität“ kaufen? In ihrer Mietwohnung? An der Straße mit Blockiergebühr? Nette Ideen, praktikabel für Eigenheimbesitzer mit PV-Anlagen. Für den Rest hilft keine anekdotische Evidenz. Es gibt immer irgendeinen, der 2 km zur Ladesäule läuft und den voll geladenen Wagen um 1:00 Uhr umparkt.

    Da schwingt schon wieder so ein Unterton mit, der rassistisch ist. Aber egal, dort in den abgelegenen Regionen (bspw. Afrikas) kann man dank (nicht nur) chinesischer "Hilfe" auch laden: Stichwort Mini-Grid

    „Busch“ ist rassistisch? Deine Meinung. Nicht meine.


    Mini-Grid? Träumerei. Die Infrastruktur ist beim nächsten Krieg oder Konflikt weg und zerstört. Der Diesel läuft immer.


    Und: wer bitte soll sich da ein BEV kaufen? Das ist völlig fern jeglicher Realität.

    Nur, weil man sich ein BEV leisten konnte, ist der Rest der automobilen Gesellschaft nicht weniger wert.


    Die Krankenschwester muss eben ihren 20 Jahre alten Golf 4 fahren und hat kein Geld für einen ID3 oder ein anderes BEV. Oder sie parkt an der Straße und hat kein Eigenheim und eine PV-Anlage zum Laden.


    Wie gesagt. Das Thema ist nicht unterkomplex.


    Ich konnte mir für 60.000 € ein BEV kaufen. Nicht leasen. Ich genieße die Kurzstreckenfahrten, da ich jeden Diesel oder Benziner damit quälen würde. Was ich nicht genieße, ist das überbordende BlingBling und die nachlässige Qualität (zumindest bei Mercedes Benz). Ein AMG ist ein 6.3 Sauger im SLS und kein EQA 250 oder C 180 CDI.


    Ob die Autoindustrie mit ihrer Entscheidung richtig liegt, wird die Zukunft zeigen. Dass ein BEV einem Verbrenner in der Effizienz weit überlegen ist, wiegt dabei natürlich schwer. Gibt es einen weiteren Sprung in der Batterietechnik, werden es Verbrenner noch schwerer haben, zu bestehen. Aber: Muss man sich auch leisten können und die Randbedingungen müssen passen.

    Das ist aber ein Trend, der nicht auf BEV beschränkt ist. Nur weil dt. Hersteller diese noch bauen, heißt das nicht dass der Rest der Welt die auch haben will.


    Der Rest Deiner Einlassung folgt allerdings einen Narrativ, was gerne von der pol. Rechten inkl. Teilen der CDU verbreitet wird.

    Da muss ich dich enttäuschen. Ich bin seit 1987 Mitglied der Sozialdemokraten.


    Und „Narrativ“? Ähm. Nee.


    „Der Rest der Welt“ fährt dann unsere alten Kisten auf oder meinst Du, im Busch stehen Ladestationen? „Der Rest der Welt“ wird vielleicht 2150 BEV fahren. Man muss es sich auch leisten können. Daran fehlt es „dem Rest der Welt“. Noch.

    Erst macht Porsche die Rolle rückwärts und jetzt Stellantis.

    Fahren wir jetzt mit Vollgas im Verbrenner in die Klimakatastrophe ?

    Oder sind das nur die ersten Sargnägel für die europäische Autoindustrie und künftig kommen die eAutos aus der Türkei, Indien, Vietnam oder China ?

    Ich kann bei solchen Entscheidungen ehrlich nur den Kopf schütteln. Da können die Autobosse noch so viel auf die EU hoffen und von einem Verbrenner-AUS in 2100 träumen - der eAuto-Anteil wird in den nächsten Jahren rasant steigen und dann ist der Drop für den Verbrenner endgültig gelutscht.

    Nein. Solange BEV zu teuer und unpraktisch sind (SUV und kaum Kombis. Meist um 50.000 € und nein, kaum jemand will einen 44 PS Dacia Spring, der in Wirklichkeit eine umgelabelte Chinabüchse ist, haben), wird das noch dauern.


    Und die Klimakatastrophe wird in Ländern wie den „usa“, Indien und China produziert.


    Solange 0,1% der reichsten Menschen soviel CO₂ produzieren wie die ärmsten 4.000.000.000 Menschen, fahre ich meine Verbrenner (natürlich die Oldtimer wenige Kilometer im Jahr) weiter.


    Mit pseudomoralischer Überlegenheit wird man BEV nicht in den Markt drücken können. Das geht über Preise, Qualität und Langlebigkeit.


    Da ist noch viel Arbeit zu erledigen. Sehr viel Arbeit.


    Und der Sachverhalt ist eben nicht unterkomplex.