Brände von EQA und EQB mit dem 70,5 kWh Akku (Pouch-Zellen von Farasis): Rückrufe

  • war heute in der Niederlassung zum Verhandeln. Das Problem wäre lt. Verkaufsleiter, dass diese Akkuserie nicht mehr produziert wird (weil das Auto nicht mehr produziert wird) und alle Akkuwerke komplett ausgelastet wären, so dass es sich für die nicht lohnen würde, eine "Kleinserie" zu starten.

    Mercedes würde gern tauschen, kann aber nicht.

  • Aber klar ist, dass so schnell nix getauscht wird, bzw. werden kann. Also zurück mit der Kiste und nach was neuem schauen.

    Habe übrigens gehört, dass Skoda ein ähnliches Problem hat. Nur bei einem aktuellen Modell. Der Händler sagte, er dürfe die Neuwagen nicht ausliefern bis entschieden ist was passiert.

    Und wenn man einen Chinesen kauft wird dasselbe sein, nur bekommt man es da gar nicht erst mitgeteilt.

  • So wie ich weiß, existiert Farasis noch.

    Was ich nicht verstehe ist, das der EQA und EQB so anders sein sollen bei der Batterie wie der GLA/GLB EQ.

    Ich glaube hier wird mit der Ungeduld der Kunden gespielt. Nach dem Motto, die werden ihre Kisten schon gegen ein anderes Fahrzeug tauschen.

  • Zahlen aus going electric

    Zulassungszahlen von Elektroautos und Plug-in Hybriden
    Aktuelle Neuzulassungen von Elektroautos (BEV) und Plug-in Hybriden (PHEV) in Deutschland mit Monatsstatistik, Top-Modellen und KBA-Daten der letzten 12 Monate.
    www.goingelectric.de

    Batterieverfügbarkeit

    Jahresübersicht Mercedes EQA in Deutschland



    JAHR

    ZULASSUNGEN

    MARKTANTEIL

    2026

    4.479

    0,9%

    2025

    9.687

    1,8%

    2024

    11.476

    3,0%

    2023

    13.839

    2,6%

    2022

    6.883

    1,5%

    2021

    5.781

    1,6%



    Jahresübersicht Mercedes EQB in Deutschland

    JAHR

    ZULASSUNGEN

    MARKTANTEIL

    2026

    6.195

    1,2%

    2025

    7.318

    1,3%

    2024

    7.810

    2,1%

    2023

    7.365

    1,4%

    2022

    6.111

    1,3%

    2021

    166

    0,1%



    Nach dem ersten Rückruf Feb. 2025 wurden allein für Deutschland über 22 000 Batterien

    in EQA / EQB verbaut. Wäre der Fehler eingestanden worden, hätten bestimmt die Liefermengen vergrößert werden können. Es kann nicht davon gesprochen werden, dass es keine Batterieverfügbarkeit gab.

    MB hat bewusst das Problem ignoriert und ein Erweiterung der Bestellungen von weiteren Batterien einfach nicht gemacht. Damit sind die Kunden mit dem Gefahrenpotential alleine gelassen worden!

  • Von wem stammt die Aussage mit den "3 Jahren"? Wurde das protokolliert, stand das u.U. in einer schriftlichen Erwiderung der MB-Anwälte?

    zu den 3 Jahren kann ich nichts sagen (bisher 2 Verhandlungstermine, Verkündung Mitte Oktober).


    Aber das KBA hat im August nach wiederholter Nachfrage uns gegenüber erklärt:


    "vielen Dank für Ihre Nachricht an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Hierzu kann das KBA Ihnen Folgendes mitteilen:


    Nach aktueller Planung des Herstellers ist vorgesehen, mit dem Tausch von Batterien in Europa im vierten Quartal 2026 zu beginnen. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ersatzteile wird jedoch zunächst begrenzt sein, sodass die Abarbeitung der betroffenen Fahrzeuge schrittweise erfolgen muss. Der 12-Monatszeitrahmen für die Durchführung der Rückrufmaßnahme wurde daher verlängert bis zum 01.03.2028."

    Das KBA kommt sicherlich nicht von selbst auf die Idee mal eben 1 Jahr draufzulegen. Das zeigt ja auch, dass MB einfach nur auf Zeit spielt. Und wer weis was denen Ende nächsten Jahres für Tricksereien einfallen.


    Mein leichsinnigerweise erfolgtes Einlassen auf "Vergleichsverhandlung" im 1. Gerichtstermin hat dazu geführt, daß MB den 2.Verhandlungstermin um 23 Wochen verzögern konnte. Die Art wie die "Vergleichsverhandlung" durch MB inhaltlich geführt wurden (nämlich in keinster Weise seriös oder ernsthaft) zeigt glasklar, daß MB das Werkzeug Vergleich nie ernsthaft und seriös betreiben wollte, sondern nur rumtrickst um Zeit zu schinden, mit jeder noch so schäbigen Methode. Es war von Anfang an bewusst auf Austricksen angelegt.


    Es ist für mich (nicht mehr ganz jung) immer noch unfassbar, wie ein Unternehmen mit dieser Historie und diesem (inzwischen wohl nur noch eingebildetem Ruf) sich gegenüber seinen langjährigen Kunden derart dämlich verhalten kann. Noch vor wenigen Jahren hätte ich immer gesagt "MB kenne ich, die doch nicht...:" - man lernt eben nie aus.


    Trotzdem unverzagt und vergnügt aus dem Norden

    hgo


  • Jacklefty darfst aber bei der Statistik nicht außen vor lassen, dass es nur die 250+ Modelle mit Farasis - Zellen betrifft…

    Und (vermutlich) auch nur die Vor-Mopf. Aber wer weiß das schon, da bei der Rückrufdatenbank eine kleine Diskrepanz ersichtlich ist. Die erste Rückrufaktion mit der Programmierung betraf nur Fahrzeuge bis 23.01.2024 ,dagegen die Aktion mit Austausch Fahrzeuge bis 30.07.2024. Dagegen ist die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland um knapp 900 geschrumpft…wie das, frag ich mich. Die sind ja nicht alle abgebrannt.