Viele sehen bei der Problematik der Farasis- Akkuzellen, die übrigens weiterhin verbaut werden, physische Defekte der Akkuzellen. Das ist mMn abwegig. Die durchlaufen fertigungstechnische, automatische Qualitätskontrollen. Das Softwareupdate dient dazu, immer von dem Gedanken safety first geleitet, sowohl die Ladezeit als auch die Ladekapazität etwas zu dämpfen, damit es im elektro- chemischen Umwandlungsprozess der Energie nicht zu Überhitzungen und Brandgefahr kommt. Das mit der Maßnahme ein Schuldeingeständnis einhergehen soll, ist ebenfalls abwegig.
Tut mir leid, aber kann es sein, dass Du das "ein wenig" durch die rosa Brille siehst? Anders kann ich mir das oben geschriebene ehrlich gesagt nicht erklären, denn Fakt ist, dass Mercedes vom Kraftfahrtbundesamt verpflichtet wurde, dieses Update aufzuspielen. Und zwar genau deshalb, weil es ein sicherheitsrelevantes Problem ist. Wer sich diesem Update verweigert, darf mit diesem Auto nicht mehr fahren. So einfach ist das.
Witzig nur, dass sogar Mercedes selbst im (extrem kleingedruckten) schreibt, dass die Gefahr eines Brandes aufgrund der fehlerhaften Akkuzellen lediglich "mitigiert" (also "abgeschwächt") wurde. Sprich - es kann auch mit diesem Update noch zu einem Brand der Batterie kommen. Sehr beruhigend!
Das heißt im Klartext, dass die Betroffenen jetzt ein Auto haben, welches die beim oder vor dem Kauf angepriesenen Eigenschaften (Ladeleistung, Ladegeschwindigkeit) nicht mehr erfüllen und zusätzlich noch ein Brandrisiko besteht. Gerade die deutlich langsamere Ladegeschwindigkeit am Schnelllader stellt für mich eine klare Wertminderung dar.
Und mit Sicherheit auch für viel potenzielle Käufer, die sehr wahrscheinlich einen Bogen um dieses Auto machen werden.
Ach ja - die zusätzliche künstliche Alterung der Batterie habe ich ja ganz vergessen.... 