Beiträge von Wicklungs Treiber

    Glaubt Ihr allen Ernstes, das es eine neue Batterie für den Rückruf in 6 Wochen geben soll ? Niemals!!!!

    Zuerst gibt es ein neues Rückrufschreiben in dem der Batterietausch behandelt wird.


    Im Rahmen eines Vergleiches vor Gericht wird die Beklagte sofort einen Batterietausch anbieten + eine Ausgleich für die Unannehmlichkeiten. Da brauchen die keine 6 Wochen. Das kannst Du direkt haben !

    Ich vermute hier die Strategie alle laufenden Verfahren hinzuziehen oder außergerichtliche Einigungen zu erzielen um frühzeitig Urteile zu vermeiden. Sodas, das Thema klein gehalten wird.

    Ich sehe es so:

    Alle Fahrzeuge die aus der Gewährleistung sind sind schon mal raus

    Die die keine Rechtsschutzversicherung haben sind auch raus.

    Die die einen Leasing Vertrag haben sind überwiegend auch raus

    Also bleiben jetzt nur noch ein paar Eigentümer übrig.

    Neu Klagen werden nicht mehr kommen weil die Autos aus der Gewährleistung sind.


    Also wird man eine Übersicht über die Anzahl der Verfahren haben und kalkulieren wie man möglichst günstig aus der Angelegenheit rauskommt.

    Die Beklagte muss in Ihren Bilanzen für den Rückruf Rückstellungen bilden, die das Konzernergebnis solange beeinflussen bis das Thema geklärt ist. Das wird dem Verantwortlichen ein Dorn im Auge sein um da wir er über jede Mio die abgewickelt ist froh sein.


    Gruß Wicklungstreiber

    hoffentlich hat es auch Wirkung...


    Wicklungs Treiber

    Wurde das bei dir auch angewendet? Dein Gerichtstermin war ja schon.

    Ja, gleiche Strategie. Im Gerichtstermin geht es darum zu prüfen ob eine außergerichtliche Einigung möglich ist. Ansonsten fällt das Gericht ein Urteil.

    Auf Grund des Rückrufes sehen die Chancen gut aus aber die Beklagte kann in Berufung gehen .

    Nach meiner Einschätzung wird das auch geschehen.

    Nach erster Einschätzung des Anwalts wird die Rechtsschutzversicherung auch in die nächste Instanz gehen. Ob es am Ende zu einer Rückabwicklung kommt ist offen.

    Jeder muß für sich Entscheiden welchen Weg er gehen möchte -> Einigung oder Klagen bis Karlsruhe ?


    Ich persönlich möchte den EQA weghaben weil ich in diese Batterie Technik und das Vorgehen der Beklagten kein Vertrauen mehr habe.

    Als im letzten Rückruf der Energiespeicher um 11% (Lufleistungsabhängig) reduziert wurde war für mich klar, dass hier ein erhebliches Problem vorliegt, weil kein Hersteller freiwillig so einen Schritt geht. Aus Berichten in den USA geht hervor, dass bisher keine Ursache gefunden worden ist. Wenn man die Ursache des Problems nicht kennt, sondern nur Theorien zu Schadensablauf hat, habe ich Bedenken, ob die "neu" gefertigten Batterien zuverlässiger sein werden.


    Technische Lösungen basierend auf Annahmen sind schwer einzuschätzen. Ob sie Abhilfe schaffen oder nur zu einem prozentualen Anteil das Problem lösen wird die Zeit zeigen.


    Der EQA wird zum August eingestellt. Es können keine neuen Fahrzeuge Konfiguriert werden restliche Produktion wird abverkauft. Den EQB gibt es schon nicht mehr und Ich glaube der EQE ist auch raus. So wie ich das sehe wird die EQX Plattform eingestellt und die ganze Pouch Zellen Flotte verschwindet.

    Damit ist das Problem erstmal aus den Augen und der Rest wird Abgewickelt bzw. ausgesessen.



    Gruß


    Wicklungstreiber

    Info zur Batterie:


    Wichtiger Punkt: Hat sich der Zelltyp mit der MOPF geändert?



    Nein – offiziell nicht.


    • gleiche Batteriekapazitäten
    • gleiche Ladeleistung (DC max. 100 kW)
    • kein Wechsel der Zellchemie oder Zellform angekündigt



    Falls es Änderungen gab, dann nur intern beim Zulieferer oder Produktionsprozess, aber keine bekannte Umstellung wie NMC → LFP.

    Also es wird den alten Typen geben aus einer andere Produktion.

    Mittlerweile werden in der Automobilbranche keine Pouch Zellen mehr verwendet. Beim EQA wird dann wohl die letzte Serie von Farasis gebaut. Also die müssen jetzt 2-3 Jahresproduktion in einer kurzen Zeit bewältigen. Das wird spannend.

    Laut Rückruf gibt es derzeit keine Lösung.

    Ich denke auch nicht, dass die gleiche Batterie verwendet wird und es wird auch eine neue BMS Software verwendet werden. Das Ganze muss validiert werden. Ich denke das ist frühestens Ende des Jahres.


    Für die, die geklagt haben wurde eine Nachbesserung abgelehnt. Dadurch ist jetzt die Voraussetzung für eine Rückabwicklung gegeben. Aber die wird es nicht zeitnah geben, da Mercedes Berufung einlegen wird.


    So sieht es aus.


    Hab heute auch meinen Brief von Mercedes erhalten.

    Ich bestehe auch auf sofortige Rückabwicklung, denke, da gibt es gute Chancen. Ich bin nicht gewillt lange zu warten.

    Kurze Info an alle Mitleidenden:


    Hatte Gerichtstermin und habe folgende Erkenntnisse gewonnen:

    1. Die Chance Erfolg mit einer Rückabwicklung zu haben ist gegeben.

    2. Die Beklagte wird Berufung einlegen und das Verfahren bis nach Karlsruhe aussitzen.

    3. Vergleich ist möglich.


    Also wer glaubt er kann sein Auto Rückabzuwickeln muß Geduld mitbringen.


    Also Zusammengefasst im Prinzip bekommt man als Verbraucher mehr oder weniger Recht aber die Hersteller sitzen das Thema aus.


    Gruß


    Stephan

    Meine Klage läuft auch habe Termin Landgericht 9.3. . Dann wird es noch 2-3 Wochen dauern bis das Urteil verkündet wird.

    Bin gespannt wie das Juristisch bewertet wird.

    Ich persönlich sehe den 2. Rückruf als Bestätigung, dass ein gravierender Sachmangel bereits bei Fahrzeugübergabe vorgelegen hat.

    des Weiteren wurde eine Nachbesserung mit Fristsetzung abgelehnt. Somit stehen die Karten für eine Rückabwicklung des Kaufes gut.


    Auf jeden Fall ist die unverschämte, saloppe Klage Gegenschrift in weiten Teilen nicht mehr haltbar und ich sehe die besseren Argumente auf der Klägerseite dem Rückruf sei Dank !


    Ich sehe eigentlich nur 2 Mögliche Urteile:


    1. Rückabwicklung

    oder

    2. Gar nichts und das Fahrzeug bekommt eine neue Batterie.


    Mal abwarten was da rauskommt.


    Gruß


    Stephan