Beiträge von Halbelektrischer

    BeeJee Man sollte aber nicht den Zeitfaktor außer Betracht lassen.

    Also: Kinetische Energie rund 1kWh. Lassen wir die Verzögerung also 30s andauern, so müssen diese "1 kWh" in einer "120stel Stunde" in den Akku rein.

    Und schon würde -nach Verlusten- die Spitzenleistung von gut 100kW "passen" ?


    Übrigens treffen die Aussagen gut zu, wonach für die Rekuperationsleistung Anzahl von Motoren unerheblich ist, bei den Zweimotorigen von VW/Skoda wird offenbar nur mit einem Motor generatorisch gearbeitet. MB würde ich zutrauen, hier eine (nicht triviale) Aufteilung/ Abstimmung über beide zu erzielen - was aber aus fahrdynamischen Erwägungen (Stichwort Stabilität bei hinterachslastiger Bremsung !) dann doch nicht gemacht wird ????


    Ole ohne Kohle Völlig richtig, D Auto ist am besten. Grund schlicht und einfach: rekuperieren ist schön, aber nicht verlustfrei. Und das geht nur, wenn zuvor Geschwindigkeit aufgebaut wurde (teuer also Energie reingesteckt wurde). Weit besser: ausrollen, segeln. Die schiere Masse unserer Boliden verbunden mit hohem Reifenluftdruck macht den Unterschied.

    X218 4matic 9G, 100-50km/h ausrollen: 860m

    dto EQB 250: 1380m :)


    Gedankenspiel:

    Von 100km/h (0,21 kWh KE) auf 50 (0,05 kWh KE) rollen wir im ersten Fall aus, benötigen also für diese 1380m keine zugeführte Energie (sonst.Verbr. mal außen vor).


    In der Variante verzögern wir mit 3m/s² auf 289m auf die 50km/h, haben dann aber noch 1091m zurückzulegen.

    Auf diesen müssen wir nun die 50km/h halten, wofür 10kW genügen sollten.

    Gewinn durch Rekup: 0,16kWh. Einsatz durch Halten: 0,218 kWh.

    Sehr viele anonymisierte Daten dienen ja dem allerwichtigsten Nutzen: Live Traffic.

    Auch da muss aber noch nachjustiert werden. Kenne eine Stelle an einer Landstraße direkt neben der Werra, wo viele langsame Kanufahrer (mit ihren Handys) dem System einen Stau vorspiegeln können....

    Diese Tabelle könnte einen Hinweis geben:

    Rekuperation erklärt - Energierückgewinnung beim E-Auto


    Aber: die Schnellladefähigkeit des Akku (bzw. dessen sinnvolle softwareseitige Begrenzung) ist zu beachten; auch die Entnahme (Spitzenleistung) ist ja zurecht höher als die Dauerleistung (beim 250 meine ich 110 zu 140 kW)... Bei den zweimotorigen könnte ich mir vorstellen, dass das Menue ebenfalls einen Spitzenwert angibt, der nur zum Teil in den Akku fließt, andernteils in Wärme umgewandelt wird ?!

    Immerhin ist es in der BA erwähnt:

    Voraussetzungen zum Öffnen der Ladeklappe: Fzg entriegelt oder Schlüssel innerhalb 1m Entfernung

    Voraussetzung zum Ladeabbruch und Abstecken: Schlüssel innerhalb 1m Entfernung


    Daraus schließe ich, dass ein etwa für umfangreiche Ladevorgänge geöffnetes Fahrzeug nicht von Dritten mutwillig entkoppelt werden kann (um zB das Kabel zu entwenden).

    Solche Feinheiten gefallen mir besser als Eiskratzer im Tankdeckel ;)

    Das ist sehr gewollt ! Irgendwann entscheidet man sich für eine Fahrt und merkt, oh, sollte noch laden. Also runter zum Auto, Ladekabel (der WB) anschließen. Und das geht (wenn man Schlüssel mitführt), ohne dass man den Wagen entriegeln und aufwecken muss.

    Umgekehrt kommt man nach Stunden wieder vorbei und steckt ab. Wieder ohne Begrüßungslicht- und Spiegelklappbrimborium :D

    Kann man gut herausfinden.

    1. Sehr unwahrscheinlich, dass hier die Leistung höher ist als die max. DC-Ladeleistung, also 110kW

    2. Bei nicht zu kalten Temperaturen verzögere man mal gerade so stark, dass die R-Anzeige 100% beträgt und liest im Werkstattmenue die Ampere ab.

    Wenn man hier mal 200A sieht, weiß man, dass mit ca. 80kW rekuperiert wurde (U ca. 400V).


    Dass im EQ-Menue die maximale Ladeleistung bei 20kWh/100km angezeigt wird, spricht nicht dagegen, denn beim Rekuperieren verliert man ja normalerweise Geschwindigkeit und die Anzeige wird wohl "durchschnittliche 1-2-Minutenwerte" aufzeichnen...

    In Heft 3 der auto motor sport gibt es einen interessanten Artikel über die aktuellen Elektromotoren und ihre Funktionsweise. Darin wird auch erklärt, warum man mit PSM nicht "segeln" kann.

    Naja, das ist Physik 7.Klasse. Gegen ein (dauerhaftes) magnetisches Feld ists schwer.

    ABER: zuviele Faktoren zerstören Legenden (und heutige "Journalisten").


    Fakt ist, dass unterm Strich die Effizienz des PSM die kleinen Vorteile des ASM beim Segeln bei weitem überwiegt.

    Ich bin jedenfalls außerordentlich begeistert über die bessere Ausrolleigenschaft meines PSM. Die dürfte sogar besser sein als ein heutiger "Segler" in Form eines W213 Mildhybrid. Da laufen dann immer noch Kardanwellen etc. mit...

    Longli Bestätigung, da nichts effektiver ist als das eigene Fußgefühl, ist Comfort und D Auto die mit Abstand sparsamste Kombi.

    hdmozart

    Kann es sein, dass die höhere Geschwindigkeit zum Ende hin aufgesucht wurde? Wenn da Auto und Akku wärmer sind, sinkt tendentiell der spezifische Verbrauch.

    Aber: bei Kälte ist die Reichweite nicht wegen des Verbrauchs, sondern wegen der nutzbaren Kapazität so schwankend. Kann man sehr schön an den Differenzen zwischen aktueller und maximaler RW sehen. Im Sommer ist letztere nur höher, wenn ich über 130 dahineile, im Winter bei vorsichtigster Fahrweise kommen da 50-60km zusammen, die nach längerer Fahrt auf 10-20km zurückgehen. Der echte Verbrauch bei 130 ist ca. 1,5-2 kWh/100km höher als bei 100. Bei 115 habe ich im Sommer ca. 15,5, d.h. die versprochene Reichweite von 400km (die ich exakt benötige) wird erreicht :)