Nur, weil man sich ein BEV leisten konnte, ist der Rest der automobilen Gesellschaft nicht weniger wert.
Die Krankenschwester muss eben ihren 20 Jahre alten Golf 4 fahren und hat kein Geld für einen ID3 oder ein anderes BEV. Oder sie parkt an der Straße und hat kein Eigenheim und eine PV-Anlage zum Laden.
Wie gesagt. Das Thema ist nicht unterkomplex.
Ich konnte mir für 60.000 € ein BEV kaufen. Nicht leasen. Ich genieße die Kurzstreckenfahrten, da ich jeden Diesel oder Benziner damit quälen würde. Was ich nicht genieße, ist das überbordende BlingBling und die nachlässige Qualität (zumindest bei Mercedes Benz). Ein AMG ist ein 6.3 Sauger im SLS und kein EQA 250 oder C 180 CDI.
Ob die Autoindustrie mit ihrer Entscheidung richtig liegt, wird die Zukunft zeigen. Dass ein BEV einem Verbrenner in der Effizienz weit überlegen ist, wiegt dabei natürlich schwer. Gibt es einen weiteren Sprung in der Batterietechnik, werden es Verbrenner noch schwerer haben, zu bestehen. Aber: Muss man sich auch leisten können und die Randbedingungen müssen passen.