Beiträge von Halbelektrischer

    Ich finde es sehr verständlich, dass bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen M-B sehr weit oben in der Wahl steht.


    Das galt über Jahrzehnte so. Trotz hoher Einstiegspreise wegen sehr guter Effizienz (Diesel), Versicherungsklassen, toller Ersatzteilverfügbarkeit, guter Werkstätten, super Forenunterstützung (beim Selbstschrauben). All das verflüchtigt sich aber nun, während die Grundpreise eher weiter explodieren.

    Als Privatmann kann man rechnen: 400-1000 Euro pro Monat über alles.


    Im konkreten Fall würde ich privat tatsächlich eines der möglichen Top-Angebote (EQA/EQB mit schon einigen Kilometern) auswählen; diesen Baureihen und Akkus traue ich eine gewisse Langlebigkeit zu während die kommende Generation (MMA) vermutlich noch stärker auf günstig in Herstellung getrimmt wurde. Das wird sich zwar nicht auf eine Wertstabilität der EQs auswirken, aber mit dem Gebotenen (300km echte Reichweite) wird man bei der wirklich nicht schlechten Ladeinfrastruktur doch lange sehr gut auskommen.


    Wir hielten es immer so: lieber ein größeres Modell, dafür ein kleinerer Motor. Und noch war/ ist "Auto" ein Ausgabenpunkt, der auch etwas mit Lust zu tun hat, nicht nur mit schnöden Summen :D

    Einen VW als Dienstwagen würde ich zB kategorisch ausschließen.

    28kW reichen, um 120km/h zu halten.

    Hierzulande ist das gleichmäßige Cruisen aber die Ausnahme. Viel öfter wird Fahrt aufgenommen (gerne zügig, man hat ja Drehmoment vom Start weg), ausgerollt oder rekuperiert. Und in all diesen Zuständen (PSM vorne wegen Leistung benötigt; verlustreiches Mitschleppen des ASM) beweist diese Anordnung ihre Effizienz-Schwäche.


    Unsere Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten reinen Heckantriebs (zumal mit den hervorragenden Systemen ASR / ESP) ist: limitierend ist meist die Ungeräumtheit, die schiere Schneehöhe, das Nichterkennen des Fahrbahnrandes.


    Schade, dass man nicht eine Spitzenleistung von 200kW (FWD) haben kann, die nur oberhalb 70km/h freigegeben ist - das gäbe nochmals den Kick für noch sicherere Überholvorgänge oder seltene Durchzüge, gerne aber bis 180. Die bewundernswerte 250er-Effizienz bliebe ja erhalten.

    Es trifft zwar zu, dass man für eine kWh 29 oder auch 89 ct zahlen kann.

    Bei Kraftstoff ist die Spreizung nur zwischen 150 und 220 ct.

    Das ist aber auch eine Folge des funktionierenden Wettbewerbs. Regulieren wir uns bald zu Tode? Regiert wurden wir ja schon zum Siechtum.

    Für einen guten Durchschnitt und damit kurze Gesamtladezeiten ist entscheidend die Leistung bei 70-85% SoC.

    Wenn man bei 20°C mit einem 120er-Schnitt am Lader ankommt, so sollte auch ohne Vorkonditionierung 100-105kW möglich sein.

    Für gute Leistung ab 70% kommt es wohl darauf an, wie lange schon geladen wird (Erwärmung), wie warm der Akku bei Ankunft war und wie heiß es am Ladepunkt ist - immer vorausgesetzt, die Säule ist nicht der Flaschenhals.