Beiträge von DocW

    Ich fahre nachher einkaufen, genau um 18:00 Uhr geht es los. Dann ist das Auto auf 21 Grad vorgeheizt, angestoßen über die App, und die Sitzheizung ist in Betrieb. Es wartet ein mollig warmes Auto, ohne dass einen der Frostschock erwartet.


    Wir haben hier gerade sechs Grad unter Null. Wenn ich morgen das Auto an der Wallbox lade, wird zuallererst der Akku optimal vorkonditioniert, bevor der eigentliche Ladevorgang beginnt. Das ist schonender für den Akku, macht das System automatisch so.

    Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Beim AC-Laden ist Vorkonditionierung unüblich wenn nicht sogar unnötig, das kannst du aber selber googeln und findest genug Quellen dafür. Und was hat das Beheizen des Innenraums damit zu tun?

    Man kann ganz gut erkennen, ob die Batterieheizung an ist, indem man sich den Stromverbrauch im Stand anschaut. Zielführung eingeschaltet und Zielführung abgeschaltet müsste deutlichen Unterschiede im Stromverbrauch (die ominösen kWh/h) ergeben.

    Aber ne Viertelstunde Fahrt/25 km ist schon bisschen knapp. Ich hab für meine Tests im November bei 11 °C 50 km zügiger fahrt,den Akku vorgewärmt.

    Vielleicht noch eine kleine Petitesse am Rande: ist euch mal aufgefallen, dass die Aussage aus dem Rückrufschreiben „Ladezeit an der AC Wallbox ändert sich nicht“ noch nicht einmal stimmt? Der Ladestrom wird nämlich auch begrenzt: und zwar fängt er bei 95 % an die Leistung zu reduzieren, von 11kW auf 8,6kW bis auf 5,6kW. Dementsprechend dauert der Ladevorgang mindestens 5 Minuten länger (spielt natürlich keine Rolle bei 5-6 Stunden)

    Ist vermutlich eine Reaktion auf die an eine AC Ladsäule sich entzündenden Autos

    Naja

    Mittlerweile sind alle Vormopf-250+ vom Rückruf betroffen, dagegen ist keiner der Nachmopf Fzg betroffen. Das lässt den Schluß nahe, dass zu Mopf auch eine verbesserte Zelle zum Einsatz kam., die auch jetzt noch verbaut wird. Das bedeutet aber, dass man das Risiko kannte und in Kauf genommen hat.

    Fichtner hat sich nicht zur Ursache geäußert, das würde er nie ohne zweifelsfreien Beweis tun. Er hat sich nur zur fehlenden Propagationsschutzfolie geäussert. Da geht es um die Ausbreitung des "thermischen Ereignisses", nicht um dessen Auslösung. Dazu gibt Mercedes selber einen (unbeabsichtigten) Hinweis, in dem sie von einem Kurzschluß innerhalb einer Zelle sprechen. Damit kann nur ein Durchbruch der Separatorschicht gemeint sein, die im Innerern der Zelle eine Trennung von Anode und Kathode gewährleistet. Inhomogenitäten oder Dendritenwachstum können die Ursache sein.

    Der Avilo-Test wird aber leider nur wenig aussagekräftig sein, weil er den SoH (den Gesundheitszustand) der Zellen ausliest. Der SoH bewertet die Spannungslevel der Zellen untereinander: je weniger Vsrianz, desto besser. Allenfalls berechnet er noch die Kapazität. Die wird zwar auch verringert aber viel schwerer wiegt das limitieren der Ladeleistung.

    Dadurch verlängert sich die Zeit an der Ladesäule. Mercedes leistet sich hierbei sicherlich nicht unbeabsichtigt eine fehlerhafte und zu optimistische Aussage (10-80% 10-15min längere Ladezeiten. Nein es ist mehr, wenn man die geladene Energiemenge zugrundelegt. Denn beim unvernderten EQA 250+ dauert der Ladevorgang 10-80% 36min und man lädt ca 51kWh in die Batterie. Dagegen muß man beim modifizierten PKW, wenn man die gleiche Energiemenge 51kWh laden will, nicht bis 80% sondern bis ca 83-84% weiterladen (weil die Batterie Kapazität eingebüsst hat). Da der Wagen über 80% mit grausam geringen Werten lädt, steht man locker 20min länger:

    Nicht ganz, es ist etwas anders: das BMS kennt die spezifizierten Parameter der Zelle: zum Beispiel wieviel Strom verträgt sie zu welchem Ladestand, ohne das die Zelle durchgeht. Wenn es dann versucht, den Ladestrom, den eine fehlerfreie Zelle klaglos hinnimmt, in einer geschädigte beziehungsweise grenzwertige Zelle einzuprägen, dann passiert was…

    Und was macht eine Zelle grenzwertig? Da,Lithium Ionen Zellen ihr Volumen mit dem Ladestand verändern, entsteht Druck in der Zelle, der an inhomogenitäten (Fremdkörper, nicht ausreichende Durchmischung) zu unerwünschten Effekten führt.

    Und da die Zelle mit steigendem Alter ebenfalls Ihr Volumen erhöht, wird sie weniger tolerant, gegenüber hohen Ladezustanden. Falls dich nähere Informationen dazu interessieren: Google“ Ausdehnung Lithium Ionen Zellen“

    Wer sich in dem Markt etwas auskennt, wird sich dran erinnern, dass der Serienstart von farasis alles andere als reibungslos war: ursprünglich wollte der chinesische Hersteller ein Werk in Deutschland bei Bitterfeld Wolfen aus dem Boden stampfen (beziehungsweise ein ehemaliges Gelände von Solarworld umfunktionieren). Die Zellen sollten Lokal ohne Transport-CO2 Footprint produziert werden. Jedoch verlief die Industrialisierungphase nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben.: gerüchtweise erreichten die Zellen aus der Prototypen Produktion in China nicht die Spezifikationen. Es sollen Flugzeugweise Experten aus Deutschland zur Unterstützung unterwegs gewesen sein, die Anläufe von EQS und EQE zu gewährleisten.

    Die Zellfertigung für den EQA stand da nicht so im Vordergrund. Ich kann mir gut vorstellen, dass da der Toleranzbereich bei der Zellfertigung, sagen wir mal so, etwas entspannter interpretiert wurde.

    Übrigens: das Gelände bei WB steht immer noch leer, niemand spricht mehr von einer Zellfertigung in Europa……